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Thema: nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

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In dieser Diskussion geht es um "nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Identität verborgen
    Name
    Anonymisiert
    Mitglied seit
    19.10.2006
    Beiträge
    2.004

    Achtung:
    Anonymisiert ist kein eigenständiger Benutzer. Er dient im Forum dazu, Beiträge anonym zu verfassen, um die Identität des Verfassers zu schützen.

    Standard nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

    Hallo,

    ich habe vor einem Jahr mit DXM & Psilocybin ca. 4 Wochen lang experimentiert und anschließend hat sich bei mir eine Manie entwickelt. Der darauf folgende Psychiatrieaufenthalt (ich habe meine Experimente bewußt verschwiegen) bescherte mir die medikamentöse Behandlung mit Risperdal/Lithium/Citalopram/Neurocil und nach einigen Wochen ein Zustand, der mir immer mehr Lebensqualität genommen hat, ohne dass ich es zuerst überhaupt realisiert habe. Die Diagnose lautete da, "bipolare" Störung.
    Meine Frage - die mir den Schlaf raubt -ist nun: Wäre ein Mensch ohne "bipolarer" Störung mit den gleichen Experimenten auch in eine Manie geraten, die aber nicht im Zusammenhang einer "bipolaren" Störung steht? Oder anders: Ich habe doch durch die Experimente die Manie selbst ausgelöst, wieso muss es dann gleich eine bipolare Störung sein?
    Ich habe mich - nun nach ca. einem Jahr - in einer anderen psychiatrischen Klinik vorgestellt und auch von meinen Experimenten erzählt, aber man ist darauf überhaupt nicht eingegangen und man bezog sich immer nur auf die bestehende Diagnose "bipolare" Erkrankung.
    Noch was: Depressionen mit suizidalen Gedanken habe ich seit dem ich ca. 8 Jahre alt bin, jedoch in eine Hypermanie/Manie bin ich nie gerutscht bzw. kann ich nicht sagen, dass ich ständige Stimmungsschwankungen zwischen diesen beiden Gegensätzen hatte.
    Ich hoffe man kann mich hier etwas aufklären...
    LG und vielen Dank für Eure Mühen,
    Jürgen

  2. #2
    Arzthelferin Avatar von Muschel
    Name
    Andrea
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    48 Jahre
    Mitglied seit
    08.08.2008
    Beiträge
    526
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

    Deine eigentliche Frage kann ich Dir nicht beantworten und ich bezweifele auch, daß das hier überhaupt jemand kann bzw. tut.

    Aber eines stört mich in Deinem Beitrag sehr, nämlich: wie kann man bloß mit solchen Medikamenten experimentieren und dann bei einer ärztlichen Behandlung der Folgen seine "Experimente" verschweigen?

    Diese bipolare Störung hat wahrscheinlich schon vorher bestanden, vielleicht wußtest Du es nur nicht?

    Hast Du Deine Fragen mal Deinen behandelnden Ärzten gestellt?

    Gruß, Andrea

  3. #3

    Standard AW: nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

    Hallo Andrea,
    vielen Dank, dass Du Dir Zeit für mich genommen hast!

    Deine eigentliche Frage kann ich Dir nicht beantworten und ich bezweifele auch, daß das hier überhaupt jemand kann bzw. tut.
    Na ich bin halt total verzweifelt und "leise" konnte ich es mir schon denken, dass ich in einem I-Forum dazu keine Antwort erhalten werde, ABER es kann ja sein, dass ich nicht der einzige bin, der die gleichen Experimente schon gemacht hat - kann ich mir auch nicht vorstellen, da diese zwei Substanzen äußerst bekannt sind.

    Aber eines stört mich in Deinem Beitrag sehr, nämlich: wie kann man bloß mit solchen Medikamenten experimentieren...
    Nun - es ist so; erst durch die Einnahme von Psilocybin wurde mir erstmal richtig bewußt, dass ich unter psychischen Störungen leide und diese entsprechend behandelt werden müssen.
    Wie bereits geschrieben, seit dem ich 8 Jahre alt bin, oder vielleicht auch früher, litt ich ständig unter suizidalen Gedanken, selbstzerstörerischer Lebensführung und fühlte mich so unmenschlich, aber ich dachte immer, so bin ich halt. Auch meine kognitiven & emphatischen Fähigkeiten schwankten immer sehr und vorallem ins Negative. Ich oder meine Verwandten/Bekannte/Freunde und auch meine Adoptiveltern kamen nie auf die Idee, dass ich psychische Probleme habe - bis ich dass erste Mal zu Psilocybin kam. Durch weitere Versuche - natürlich nicht in Deutschland - bin ich nach und nach zu selbstreflektierenden Selbsterkenntnissen gekommen und der Einsicht, dass ich mich in psychologische Behandlung geben muss.
    Auf DXM und dessen antidepressive Wirkung kam ich später durch Zufall und habe dies auch mit großem Erfolg eingesetzt (vorübergehend). Ob nun allein durch das zu häufig eingenommene DXM, oder durch die Einnahme des zusätzlichen Psylocybins die Manie ausgebrochen ist, dass kann ich nicht sagen und alle die hier mitlesen und jetzt auf die "saudumme" Idee kommen, dass Gleiche tun zu wollen, möchte ich dringend davon abraten, da ich zum "Ende" meiner "Experimente" auch in psychotische und schizophrene Zustände geraten bin und auch zweimal "schreckliche" Todesangst hatte. ALSO: Auf keinen Fall nachmachen!!! Fazit: Ich bin froh, dass ich zu Psilocybin gekommen war und erkannt habe, dass ich psychische Probleme habe (Depressionen). Natürlich habe ich mich von meinen "Experimenten" jetzt total verabschiedet, da ich mich der Schulmedizin anvertrauen möchte!

    ...und dann bei einer ärztlichen Behandlung der Folgen seine "Experimente" verschweigen?
    Ja dass war wohl sehr dumm von mir, aber in dem damaligen Zustand hatte ich auch irgendwie Angst vor anderen Konziquenzen und konnte die Situation auch überhaupt nicht richtig einschätzen.

    Diese bipolare Störung hat wahrscheinlich schon vorher bestanden, vielleicht wußtest Du es nur nicht?
    Ja - dass ist hier die (eine) Frage...

    Hast Du Deine Fragen mal Deinen behandelnden Ärzten gestellt?
    Ja - aber es wurde in keinster Weise darauf eingegangen...außer meine Hausärztin, die mir aber nicht so richtig die Zusammenhänge erklären konnte.

    Vielen Dank und lieben Gruß,
    Jürgen

  4. #4
    Gesperrt
    Name
    Ulrike
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    17.11.2008
    Beiträge
    527

    Standard AW: nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

    Hallo Jürgen,
    ich habe mal probiert herauszubekommen, welchem Wirkmechanismus DXM (Dextromethorphan) unterliegt. Hier http://www.hivandmore.de/archiv/2009...oBiBastigk.pdf wird beschrieben, dass es antagonistisch auf den NMDA Rezeptor (N-Methyl-DAspartat-
    Rezeptor) einwirkt. Weiterhin war dort zu lesen, dass bei Menschen (immerhin jeder 10.) die einen bestimmten Gendefekt haben (CYP2D6 Polymorphismus)die Verstoffwechselung nicht regelgerecht verläuft,da die Folge dieses relativ häufigen Defektes ist, dass bestimmte Substanzen,u.a. DXM, deutlich langsamer ausgeschieden werden und somit stärker wirken.
    Etwas vereinfacht ausgedrückt ist eine Manie das Gegenteil einer Depression. Bei einer Manie ist die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin zu hoch.
    Bei einer Depression sind Dopamin und Noradrenalin zu niedrig.Dies sind sozusagen die beiden Pole der Bipolarität. Im Prinzip ist es ein "Balanceproblem".
    Falls bei Dir ein derartiger Gendefekt vorliegen sollte, gehe ich davon aus, dass die verabreichten Medikamente anders dosiert werden müssen. Dies kannst Du nachlesen, wenn Du cypd6 eingibst und Dich informierst.
    Es gibt die Möglichkeit auch die Neurotransmitter Konzentrationenen zu messen. Dies kannst Du unter Neurotransmitter-Diagnostik nachlesen.
    Um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen, ja ich gehe davon aus, dass DXM die Manie ausgelöst hat, da unter anderem der Dopamin Spiegel wahrscheinlich zu hoch wurde, und es dadurch zu Schädigungen gekommen sein kann.
    Da Du Dich bei der erfolgten veränderten Medikation nicht wirklich gut fühlst, würde ich rausbekommen wollen, ob es sich um ein "Dosisproblem" handelt.Eine gute Darstellung des NMDA Rezeptors und seine Funktionsweise (Hier untersucht auf "lernen") homepage.univie.ac.at/michael.berger/lernen-molek.ppt habe ich hier gefunden.
    Ganz unspezifisch würde ich bei Dir einen Mangel an Regulationsfähigkeit unterstellen. Es könnte für Dich sinnvoll sein, sich mal mit Bioregulatoren zu beschäftigen, wobei ich speziell an Zeolith denke. Hierzu ein link http://www.ns-eugenik.de/labor/vortrag.htm
    Liebe Grüße Ulrike

  5. #5
    Ganz neu hier
    Name
    Sonja
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    53 Jahre
    Mitglied seit
    05.04.2008
    Beiträge
    4

    Standard AW: nach Einnahme von DXM & Psilocybin --> Manie

    Hallo Jürgen
    fast das gleiche hätte ich schreiben können! Ich hab zwar kein DXM genommen (kenn ich gar nicht) dafür Jahrelang wie eine wilde gekifft, gekokst und zwei Mal Psilocybin genommen. Das ist nun zwanzig Jahre her, der letzte Psylocibin- Trip war soo extrem, dass ich seit da die Finger von sämtlichen Drogen gelassen habe!
    Auch ständig Suizidgedanken gehabt, Gefühle von; ich bin eine Ausserirdische oder so änlich. Eklig, nicht? Extrem starke Selbstzweifel und ein scheussliches Leben geführt - Gefühlsmässig vor allem. War auch in Psychiatrischer Behandlung und in einer Klinik.

    Ich habe viel an mir gearbeitet, bin zu Homöopathen gegangen, und in verschiedene Körpertherapien. Ebenso bin ich für ein paar Jahre ganz bewusst und absichtlich zum Dressurreiten gegangen. Das fördert wirklich dein Körper-Bewusstsein, deinen inneren Fokus und holt dich eben "in den Körpern". Ich bin überzeugt davon, dass es enorm wichtig ist, dass Du in deinen Körper kommst. Das tönt vielleicht komisch, aber es ist so. Es hat mir enorm viel geholfen. Es hat zwar ein paar Jahre gedauert, doch nun bin ich glücklich, ausgeglichen, gesund, abgesehen von ganz normalen Schwankungen, aber ohne Suizidgedanken.

    Mittlerweilen bin ich selber Körpertherapeutin.

    Die Therapien, die ich dir empfehlen kann sind z.B. Craniosacral-Therapie, Alexander-Technik, Feldenkrais, diese Therapien helfen dir dein Nervensystem zu regulieren, was wiederrum auf deine Psyche einen Einfluss hat.
    Aber auch Karate, Aikido und solche Sachen helfen, vielleicht zusätzlich, also beides zusammen?
    Wie gesagt Dressurreiten, die Frage ist nur ob dir das gefällt, denn zuerst musst du natürlich "normal" reiten lernen (was ich eben schon konnte).
    Kein Joggen oder so... es geht dabei immer um den inneren Fokus, das hast du beim Joggen nicht, oder anders. Da kommst du eher in eine Art Rausch, was ich nicht förderlich finde. Auch nicht meditieren oder solche Sachen.
    Alles Liebe und Gute

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