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Thema: Synkope

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In dieser Diskussion geht es um "Synkope" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
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    Frage Synkope

    Hallo Zusammen,
    ich leide seid einiger Zeit an plötzlich auftretenden Synkopen und war auch schon bei eingen Ärzten (Kardilogen, Neurologen). Ich habe auch schon einige Vermutungen gehört was es sein könnte. Im Oktober letzten Jahres wurde die Diagnose Dissoziative Kramfanfall gestellt, zu dem Zeitpunkt wurde ich aber noch nicht so richtig von einem Kardiolgen untersucht(also war das mit den dissoziativen Anfällen wohl eine Fehldiagnose). Im Mai diesem Jahres, als ich wieder Bewusstlos wurde, kam ich ins Krankenhaus und lag auf einer kardiolgischen Station. Dort wurden dann einige Untersuchungen gemacht (Echo vom Herzen, Langzeit Blutdruckmessung, Langzeit EKG, Belastungs EKG, Kiptischuntersuchung) Bei der Kipptischuntersuchung kam dann heraus das ich unter POTS (Posturales Tachykardiesyndrom)leide, ausserdem wurde noch ein Bluthochdruck festgestellt. Nun nehme ich einen Beta Blocker.

    Das mit den Synkopen ist auch schon weniger geworden aber ganz aufgehört hat es nicht. In letzter Zeit treten diese Ohnmachtsanfälle wieder häufiger auf. Heute war es dann so schlimm, dass ich auf dem weg zur Arbeit auf einer Treppe Bewusstlos wurde und diese herunterstürtzte. Ich hatte noch einigermaßen Glück und habe mir wohl nur einige Prellungen und eine Gehirnerschütterung zugezogen.

    Ist es normal das man mit einer Gehirnerschütterung am gleichen Tag noch nach Hause gehen darf? Ich habe jetzt ziemlich starke Kopfschmerzen und übergeben musste ich mich auch schon.

    Nun aber zu meinen eigentlichen Fragen. Meine Hausärztin meinte das es auch zu Herzrhytmussstörungen kommen kann die ganz plötlich auftreten und diese Synkopen verursachen können und die mit dem bisherigen Untersuchungen nur schwer zu diagnostizieren sind. Nun will sie mich nochmals ins Krankenhaus schicken um eine EPU Untersuchung machen zu lassen. Ich blicke bei diesen ganzen Untersuchungen nicht mehr durch.

    Was genau ist das für eine Untersuchung? Macht das überhaupt einen Sinn wenn bei den anderen Untersuchungen bisher nicht wirklich was herausgekommen ist? Ist es nicht möglich das der Beta Blocker zu gering dosiert ist? Kann es an dem POTS liegen das ich so oft Umfalle?


    Ich weiss mein Text ist etwas lang geraten und ich habe recht viele Fragen gestellt(bin schon dankbar wenn man mir eine Frage beantworten könnte)aber ich bin echt verzweifelt. Wie weit muss es denn noch kommen das man mir endlich hilft. Dieses mal bin ich nur eine Treppe heruntergefallen aber wer weiss was beim nächsten mal noch alles passiert. Jeder Arzt sagt einem was anderes und keiner konnte/wollte mir meine Fragen genau beantworten. Ich bin 23 Jahre alt und will endlich wieder ein normales Leben führen können.

    Vielen Dank im vorraus und sorry für den langen, wirren Text.

    Lg, Tulpe

  2. #2
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    Standard AW: Synkope

    Huch ich bin mir nicht sicher ob ich den Beitrag in der richtigen Rubrik verfasst habe!?? Falls nicht wäre ich dankbar wenn dieser verschoben werden könnte. Sorry

  3. #3
    Sunflowers
    Gast

    Standard AW: Synkope

    Guten Morgen Tulpe,

    es tut mir leid, was du bisher durchgemacht hast und ich hoffe sehr, dass man dir schnell helfen kann.
    Auch tut es mir leid, dass dir bis heute keiner unserer Mitglieder aus dem medizinischen Bereich geantwortet hat. Ich habe mal google zu dieser EPU Untersuchung gefragt und bekam folgende Antwort, von der ich hoffe, dass sie dir etwas weiterhilft.

    Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist eine spezielle Herzkatheteruntersuchung, die bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen durchgeführt wird. Dabei wir direkt vom Herzmuskel eine Art EKG abgeleitet.

    Die EPU dient der Analyse von Herzrhythmusstörungen sowie der Therapiefindung und -kontrolle. Während der Untersuchung können Herzrhythmusstörungen spontan, durch elektrische Stimulation des Herzmuskels oder bestimmte Medikamente auftreten.

    Die Untersuchung wird in speziellen kardiologischen Zentren durchgeführt.

    Wie funktioniert die EPU?

    Der Arzt führt unter Röntgenkontrolle dünne Elektrodenkatheter in den rechten Vorhof und die rechte Herzkammer ein. Meist geschieht dies über die Venen in der rechten und linken Leiste. Die Art und Anzahl der Elektrodenkatheter richten sich nach der medizinischen Fragestellung. Ein solcher Katheter besteht aus mehreren biegsamen Kunststoffschläuchen, an den Spitzen befinden sich Metallplättchen (Elektroden). Sie messen die elektrische Aktivität an verschiedenen Stellen des Herzens.

    Zusätzlich ist ein externer Stimulator erforderlich. Mit Hilfe von Impulsen kann er Herzrhythmusstörungen auslösen, die in einem herkömmlichen bzw. einem EKG direkt am Herzen (intrakardiales EKG) aufgezeichnet werden.

    Der Arzt testet die jeweiligen Stationen der Stromleitung am Herzen, beispielsweise den Sinusknoten, AV-Knoten und verschiedene Stellen in der Herzkammer. Beim Auftreten der jeweiligen Herzrhythmusstörung werden die Art und der Mechanismus der Störung erfasst. Außerdem untersucht der Arzt, wie sich die Herzrhythmusstörung unterbinden lässt.

    Bestimmte Medikamente lösen Herzrhythmusstörungen aus, andere wiederum stoppen sie. Ziel ist eine medikamentöse Therapie, unter der die Rhythmusstörung nicht mehr auftritt. Gelingt dies nicht, besteht die Möglichkeit, die Herzrhythmusstörung durch eine Katheterablation oder Herz-Operation zu lokalisieren und zu beseitigen.


    Wann wird eine EPU durchgeführt?

    Viele Menschen leiden an Herzrhythmusstörungen, die sie sehr genau beschreiben können. Häufig lassen sie sich aber nicht in einem EKG, Langzeit-EKG oder Belastungs-EKG erfassen. Bei folgenden Arten von Herzrhythmusstörungen wird die elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt:



    • Bradykarde Rhythmusstörungen: Hier schlägt das Herz zu langsam, beispielsweise beim Sinusknotensyndrom, AV-Block und bei chronischen, elektrischen Leitungsstörungen in der Herzkammer (Schenkelblock).

    • Tachykarde Rhythmusstörungen: Bei diesen Störungen ist der Herzschlag zu schnell. Dazu gehören beispielsweise Kammertachykardien und Tachykardien, die von den Vorhöfen ausgehen (supraventrikuläre Tachykardien).

    • Herzrhythmusstörungen bei Personen, die einen plötzlichen Herzstillstand überlebt haben;

    • Herzrhythmusstörungen bei unklarer Bewusstlosigkeit (Synkope);

    • Tachykardien: Diese Störungen gehen von einem bestimmten Zentrum aus (z.B. AV-Reentry-Tachykardie);

    • Herzrhythmusstörungen beim WPW-Syndrom;


    Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

    Der Betroffene mit Herzryhthmusstörungen muss sich Folgendem unterziehen:




    Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen muss der Patient in Absprache mit dem Arzt rechtzeitig vor der Untersuchung absetzen.

    Je nach Art der Herzrhythmusstörung muss der Patient möglicherweise vorher auf einer Intensivstation unter kontinuierlicher Aufzeichnung des EKGs überwacht werden.

    Vor der Untersuchung wird die Schambehaarung teilweise abrasiert, um Infektionen zu vermeiden. Am Untersuchungstag muss der Patient nüchtern sein, er darf also nichts essen und trinken.

    Wie läuft eine EPU ab?

    Der Patient wird an ein EKG angeschlossen und bekommt zwei Elektroden, die Rhythmusstörungen aus der Herzkammer unterbrechen (Defibrillatorelektroden). Der Blutdruck wird während der Untersuchung regelmäßig gemessen. Der Arzt führt einen kleinen Kunststoffschlauch (Braunüle) in eine Vene am Arm ein. Darüber werden einzelne Medikamente gespritzt (z.B. Beruhigungsmittel).

    Beide Leisten werden örtlich betäubt und es wird ein Kunststoffschlauch (Schleuse) in die Venen eingeführt. Unter Röntgenkontrolle schiebt der Arzt die Elektrodenkatheter zum rechten Herzen vor und platziert sie an bestimmten Stellen. Danach wird Heparin zur Blutverdünnung verabreicht, um Thrombosen und Embolien vorzubeugen. Bei langen Untersuchungen sind wiederholte Inkjektionen erforderlich. Nun erfolgen - je nach Fragestellung - verschiedene Stimulationen, um die Herzrhythmusstörung auszulösen.

    Je nach Herzrhythmusstörung werden verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt:



    • Medikamente,

    • Defibrillation: Durch einen elektrischen Impuls wird die Aktivität des Herzens kurz unterbrochen und damit die Herzrhythmusstörung behoben;

    • Katheterablation während der Untersuchung.


    Nach der Untersuchung werden die Elektrodenkatheter und die Zugänge auf beiden Leistenseiten entfernt. Es wird ein Druckverband angelegt, der zwischen vier und zwölf Stunden verbleibt, wobei der Patient Bettruhe einhalten muss. Einige Stunden später darf er wieder essen.

    Mögliche Komplikationen

    Herzrhythmusstörungen sind keine Komplikationen, sondern Bestandteil der Untersuchung.

    Die Komplikationsrate liegt unter zwei Prozent. Aufgrund der mechanischen Reizung durch die Elektrodenkatheter kann es zu Vorhofflimmern kommen. Selten tritt ein AV-Block ein, der eine Herzschrittmacher-Implantation notwendig macht. Weitere mögliche Komplikationen sind:






    Quelle: http://www.netdoktor.de/ratschlaege/...tersuchung.htm

    Da ich keine Medizinerin bin kann ich dir leider nicht weiterhelfen, steht mir auch nicht zu. Ich hoffe allerdings, dass dir unsere Ärzte hier etwas mehr helfen können.

    Alles Gute!

  4. #4
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Synkope

    Das posturale orthostatische Tachykardiesyndrom bedeutet, dass bei dir beim Aufrichten bie Herzfrequenz ansteigt ohne dass der Blutdruck absinkt.
    Bist du denn bei der Kipptischuntersuchung synkopiert?
    Aus deinem Beitrag lese ich, dass du nicht im Stehen, bei Schmerz oder nach dem Toilettengang umfällst, sondern während dem Laufen In diesem Falle ist die elektrophysiologische Untersuchung sicher sinnvoll. Man kann hier Herzrhythmusstörungen auslösen, die sonst in diesen Situationen aufgetreten sein können - und ggf. gleich behandeln.
    Eine Alternative ist aber auch der sog. Event-Recorder. Dies ist ein Kästchen, auf welches du im Falle der beginnenden Synkope oder kurz danach ein anderes Kästchen legst und damit dann dein Herzrhythmus bei diesem sog.Event gespeichert wird. Dann kann man das hinterher auswerten und sieht, ob es Herzrhythmusstörungen gibt.
    Du schreibst weiterhin, man hat dir einen Betablocker gegeben? Hat man denn mal die Nieren untersucht? Nach sekundären Ursachen für den Bluthochdruck gesucht? Ein Bluthochdruck in deinem Alter ist sicher nicht normal, also sollte man nach anderen Ursachen suchen.

    @Sunflowers: Ich arbeite täglich ca. 12 Stunden - tut mir leid, dass ich danach nicht noch immer Zeit finde, hier zu posten!!

  5. #5
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    Standard AW: Synkope

    Hallo Tulpe!

    Ich bin 17 Jahre alt und habe auch POTS! Ich würde mich sehr freuen wenn du bei irgendwelchen Fortschritten (durch eine bestimmte Theraphie..) das hier im Forum verröffentlichst, würde mich sehr freuen. Der Dr. im Kranekenhaus miente nur, Viel Glück!

    Liebe Grüße, Sabrina

  6. #6
    Fühlt sich wohl hier Avatar von Malu
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    Standard AW: Synkope

    Hier auch noch mal den Link zu einem recht umfangreichen Artikel aus dem dtsch. aerzteblatt über POTS

    http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/...l.asp?id=39018

    Steht auch schon in diesem Thread
    http://www.patientenfragen.net/krank...t10575-s2.html

  7. #7
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    Standard AW: Synkope

    Hallo zusammen,
    auch ich leide unter POTS. Ich habe einen langen und leidvollen Leidensweg hinter mir. Letztes Jahr wurde ich Gott sei Dank diagnostiziert. Seitdem hat sich viel verändert. POTS wird in Deutschland leider viel zu selten diagnostiziert. Nur wenige Ärzte kennen sich in der Materie aus. Schau doch mal auf die geniale (allerdings) amerikanische Seite: www.dinet.org dort wird POTS sehr ausführlich beschrieben. Diese Seite war Bahnbrechend für mich. Bin dort mittlerweile auch Mitglied (carinara). Sorrry, dass ich im Moment nicht mehr darüber schreiben kann, bin grad nur ganz zufällig auf Deinen Beitrag gestossen. alles gute
    carinara

  8. #8
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    Standard AW: Synkope

    Hi Tulpe,

    ich habe ähnliche beschwerden wie du. ich habe seit september 2007 auch ständig synkopen. es gab tage an denen ich 7 synkopen hatte.. es ist echt belastend.
    Bei mir wurden auch die gleichen untersuchungen gemacht, ohne befund.
    ich kann seit 1 1/2 jahren auch nichts berufliches machen, da es mir nicht gut geht. dies ist zusätzlich eine belastung.

    Ich hoffe vom Herzen, dass es dir bald besser geht. und fals du befunde bekommst, dann würde ich mich freuen, wenn du mir auch bescheid sagst.

    lg Mavis

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